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© Tölle Buch und Fotokunst
Tölle Buch- und Fotokunst
Ich liebe meinen Hund!  Wäre Queen nicht mehr an meiner Seite, würde sie ein riesiges schwarzes Loch in  meinem Leben hinterlassen. Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, wie ein Leben ohne sie  wäre. Mir fehlen die Worte, um über diese Situation schreiben zu können. Nicht nur,  dass es meine Vorstellungskraft schlicht übersteigt, sondern auch, dass es  wahrscheinlich keine Worte gibt, um die damit verbundenen Gefühle auszudrücken. Ich  würde sie unendlich vermissen.  Aber ich würde auch das Leben als Hundemensch vermissen.  Es würde mir fehlen, morgens rauszugehen und durch die Wälder zu laufen, während es  auf den Straßen noch völlig still ist. Auch wenn Queen am liebsten bis zehn Uhr im Bett  liegen bleibt, schnappe ich sie mir früh am Morgen, und wir genießen die absolute Stille  auf den Feldern. Ich liebe es, in Tiermärkten zu stöbern und Hundemessen zu besuchen. Komme ich an  einem Tiermarkt vorbei, den ich noch nicht kenne, muss ich zwangsläufig anhalten. Ich  kann nicht anders. Mein Auto fährt quasi schon von alleine auf den Parkplatz. Ich muss  da rein; und in der Regel muss ich Queen auch etwas mitbringen. Es fällt mir wahnsinnig  schwer, aus einem Tier-markt herauszugehen, ohne etwas für den Whoppie gekauft zu  haben. Ich betrachte es sogar als Ausflug, unbekannte Tiermärkte gezielt aufzusuchen;  dabei ist mir egal, wie weit ich fahren muss.  Und da wären wir auch schon beim nächsten Punkt:   Ich würde es wahnsinnig vermissen, Queen verwöhnen zu können ...  
Queen (von Sabrina Konczak)
Puma (von Ulrike Tulka)
Puma startete sein Leben unter denkbar ungünstigen Umständen. In Ungarn geboren, nicht  gebraucht, nicht gewollt, landete er noch bevor er die achte Lebenswoche erreichte in einem  ungarischen Tierheim, und weil auch dort niemand diesem jämmerlichen Würmchen eine  Überlebenschance einräumte, in der Tötungsstation. Das Schicksal wollte es, dass ich zufällig einer  Bekannten in der Krabbelgruppe meiner Tochter davon berichtete, unsere Familie ginge wieder mit  dem Gedanken schwanger einen Hund anzuschaffen. Unseren letzten hatten wir ein halbes Jahr  zuvor begraben; die Sehnsucht nach einem Vierbeiner wuchs und wuchs, die Lücke in der Familie  wurde immer schmerzlicher.  Nun war der Bekannten als Webmasterin einer Tierschutzorganisation zu Ohren gekommen, dass  ein schwarzer Welpe in Ungarn im Tierheim säße und auf eine Familie warte, die sich seiner  annehmen würde. Man wisse nicht was es sei, eventuell ein Mudi, ein mittelgroßer Hütehund,  höchstens zehn bis zwölf Kilo, familientauglich.  Zwei Tage später saß der Welpe vor Angst schreiend bei mir im Auto. Der Flug von Ungarn war ihm  nicht bekommen. An seinem graubraunen Fell klebte alles, was zuvor in ihm gewesen war, und er  schrie sich die Seele aus dem Leib, ein zitterndes Bündel aus Haut und Knochen. Der Bauch war  aufgebläht, die Rippen standen hervor, um die Augen fehlte Fell. Verglichen mit seinem Geruch war eine Bahnhofstoilette ein sanftes Dufterlebnis. Ich fand, er stank wie im Pumakäfig. Also hieß er so:  Puma.  Noch auf dem Weg nach Hause hielten wir beim Tierarzt, um uns zu rüsten für  Parasitenbekämpfung, denn offenkundig hatte sich unser Hund Milben und Gewürm aller Art  eingefangen. Mein Mann stellte bei unserer Ankunft fest, dass dies wohl das hässlichste Wesen sei, das man sich gemeinhin unter einem Welpen vorstellen könne. Er hatte recht ...
Ein denkwürdiger Spaziergang (von Jasmin Bock)
Mein Freund und ich hatten sehr lange überlegt und gut ein Jahr lang geplant, bevor unsere Hündin Bailey als neun Wochen alter Welpe bei uns einzog. Bailey ist ein Sheltie und gehört damit zu einer  intelligenten, aktiven und menschenbezogenen Rasse. Sie verkörpert so ziemlich alles, was ich mir  immer von einem Hund gewünscht habe. Heute ist sie neun Monate alt und mir macht es  wahnsinnig viel Spaß, das kleine Fellknäuel zu erziehen und gemeinsam Zeit mir ihr zu verbringen.  Dazu gehört natürlich auch, dass wir gemeinsam draußen die Welt erkunden. Vermutlich kennt das jeder Hundebesitzer:   Es gibt Spaziergänge – und es gibt S p a z i e r g ä n g e. An diese erinnert man sich noch Monate  später haargenau. In der Regel geht man ja seine gewohnten Runden, trifft dabei einige andere  Vierbeiner mit Herrchen und Frauchen, übt mit seinem jungen Hund, dass er Jogger weder  anbellen noch jagen darf und dergleichen mehr, und plötzlich ist man wieder zu Hause. Wird man  gefragt, ob etwas Besonderes war, so lautet die Antwort: »Hmmm… nein, ich glaube nicht.«  Aber es gibt eben auch diese ganz speziellen Spaziergänge, bei denen entweder wirklich alles  hervorragend oder katastrophal schlecht läuft, oder es passiert etwas Lustiges. Zumindest bleiben  einem diese Spaziergänge im Gedächtnis kleben wie ein zähes Kaugummi unterm Schuh.  Manchmal ist das gut, weil man sich an tolle Erlebnisse erinnert; aber manchmal sind es auch  Dinge die man lieber vergessen will. Ich möchte von einem Spaziergang berichten, den wir im  letzten Jahr erlebt haben. Auf diesem Spaziergang ist irgendwie einfach alles passiert was hätte  gut, schlecht und peinlich zugleich laufen können …